Konflikte sind normal

Ein Paar, dessen Problem es ist, daß eine/r mehr Lust auf Sex hat, als der/die andere, hat tatsächlich kein sexuelles Problem sondern ein Verhandlungsproblem. Von der Sorte, die in Partnerschaften, bzw. immer da, wo zwei Menschen eigentlich etwas gemeinsam tun möchten, auftritt:

Keine zwei Menschen sind gleich.
Und daß zwei Menschen immer zur gleichen Zeit in genau dem gleichen Ausmaß genau dasselbe wollen (beziehungsweise genau das, was zum Bedürfnis des anderen passt), ist hoch unwahrscheinlich.
Das stellt die Beteiligten vor die Notwendigkeit, miteinander zu verhandeln, um zu - im wahrsten Sinne des Wortes - befriedigenden Lösungen zu kommen.

Ich weiß, das widerspricht jeder Romantik und auch dem leidenschaftlichen Rausch der Hormone. Aber es entspricht der Realität.

Und Verhandeln, das ist sehr viel mehr als

  einen Kompromiss zu schließen ("Ich verzichte auf meinen Wunsch nach Oralverkehr, aber dann bist du auch zufrieden, wenn das Vorspiel kürzer ausfällt!"). Denn ein Kompromiss bedeutet interessanterweise häufig: Es bekommen beide nicht, was sie wollen.

  Gegenleistungen aushandeln ("Wenn du nicht bereit bist, mir einen zu blasen, werde ich morgen den ganzen Tag ausgesprochen schlechter Laune sein - also wie wäre es: Oralverkehr gegen gute Stimmung?"). Der Erfolg solcher Verhandlungen ist häufig: Jeder bekommt möglicherweise, was er will - aber er wird damit nicht glücklich. Denn ein widerwillig gewährter Oralverkehr ist nicht besonders entspannend, und sich "erpresst" zu fühlen, vergällt jede Zuwendung des Partners am darauf folgenden Tag.

Für mich ist deshalb der zentrale Punkt in der Arbeit mit Paaren:

Wie können die beiden zusammen Gemeinsamkeit aushandeln? Etwas, womit beide sich wohlfühlen, was wirklich stimmt, Spaß macht und die Bindung vertieft - auch wenn dafür Distanz erforderlich sein kann?

Darum geht es sowohl in meinen Beratungen, aber auch in meinem Buch "Warum machst du mich nicht glücklich?"

Sie wollen mehr über sexuelle Funktionsstörungen wissen? Mein Kölner Kollege Guido Schneider hat ausführliche Informationen über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten ins Netz gestellt.
(C) Berit Brockhausen


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Berit Brockhausen
Paar- und Sexualtherapie in Berlin
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